Christuskirche in Neuburg

Wir treffen uns jeden Sonntag um 10.00 Uhr zum Gottesdienst in der Christuskirche. Meistens feiern wir am 1. Sonntag im Monat das Heilige Abendmahl.

Genaue Adresse: Theresienstraße 187, 86633 Neuburg

Zur Geschichte

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Im Jahr 1918 konnte der evangelische Kirchenbauverein das ehemalige Kuglerbräu an der Theresienstraße zum Preis von 19.500 Mark erwerben. Als Architekten für die gewünschte Kirche empfahl der Landeskirchenrat Geheimrat Dr. German Bestelmeyer, Professor an der Technischen Hochschule in München. Er widmete sich mit Vorliebe dem protestantischen Kirchenbau und galt nach dem Ersten Weltkrieg als der führende Mann in Sachen Baukunst auf bayerischem Gebiet. Seine erste Ideenskizze für die Christuskirche, wie das Gotteshaus nach dem Willen des Kirchenvorstands heißen sollte, entstand 1924.

Im Mai 1927 legte Bestelmeyer sein endgültiges Konzept vor. Die Arbeiten konnten beginnen, zumal eine Stiftung der Familien von Philipp in Höhe von 10.000 Reichsmark den vorhandenen Kapitalstock kräftig verstärkte. Am 24. Juli 1927 fand bereits die feierliche Grundsteinlegung statt. Am 8. Oktober des selben Jahres folgte das Richtfest. Die Erd-, Beton-, Maurer- und Dachdeckerarbeiten wurden dem Baugeschäft Johann Heiß übertragen. Die Firma Johann Gottschall führte das Zimmereiwerk aus. Örtlicher Bauleiter war von Anfang bis Ende der Architekt Wilhelm Poeschel. Die Christuskirche stellte das erste große Projekt dar, das nach dem Krieg in Neuburg in Angriff genommen wurde und deshalb auch mit besonderen Herausforderungen für die beteiligten Personen und Firmen verbunden war.

1928 lähmte Geldknappheit den Baufortgang. Mängel am Turm lösten zudem einen amtlich verfügten Baustopp aus. Doch konnte es bald weitergehen. Innerhalb von vier Tagen wurde der schwierige Turmdachstuhl aufgesetzt. 1929 war ebenfalls ein Jahr beständigen Geldmangels. Immerhin wurden Terrasse und Nebenbauten fertig, ebenso die Decke im Schiff. Auch die Hauptportalrahmung aus Muschelkalk kam an ihren Platz. Am 31. August 1930 war es dann endlich soweit: Oberkirchenrat D. Karl Baum weihte feierlich und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, der Gemeinde und zahlreicher Gäste die Christuskirche, Gemeindepfarrer Andreas Schwindel öffnete dazu das Portal im Namen des Dreieinigen Gottes.

Im Weihejahr 1930 gelang es zudem, die Finanzierung endgültig sicherzustellen, wiederum mit entscheidendem Beistand der Familien von Philipp. Die Endabrechnung nennt eine Bausumme von 251.491 Reichsmark, soweit sie von der Gemeinde zu bezahlen war, also ohne die zahlreichen Stiftungen. 1942 wurde die letzte Abzahlung geleistet

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden notwendige Instandsetzungsarbeiten vorgenommen. In den Jahren 1960 und 1980 erfolgten Erneuerungsmaßnahmen, die vor allem technische Verbesserungen brachten und den Kirchenraum heller machen sollten, was insbesondere 1980 mit relativ wenig Geld von Ehrenamtlichen aus der Gemeinde bewerkstelligt wurde. 1996 erhielt die Kirche ein vollständig neues Dach. 2007 konnte die Orgel saniert werden. 2009 müssen verschiedene Arbeiten an den Glocken, am Glockenstuhl und auch am Turm (Schallfenster) durchgeführt werden, da sonst zum Ende des Jahres die Stilllegung der Glocken droht. Im Zusammenhang damit wird eine ursprünglich vorgesehene, aber nie realisierte Taufglocke gegossen und dem bisherigen Geläute hinzugefügt.