Schlosskapelle


Inhaltsverzeichnis

Geschichte
Ausmalung
Gottesdienste
Konzerte
Trauungen und Taufen 

Adresse
Öffnungzeiten

Geschichte der Schlosskapelle

schlosskapelle ausmalungDie Schlosskapelle Neuburg an der Donau gilt als der wohl weltweit älteste „Sakralbau der Lehre Luthers“.
Die Anfänge sind engstens mit dem Pfalzgrafen Ottheinrich verbunden. 1542 führte er in seinen Landen die Reformation ein. Mit dem Bau der Schlosskapelle in der Residenzstadt Neuburg hatte er bereits zuvor begonnen.
Am 6. Juli 1543 bekam Hans Bocksberger d. Ä. aus Salzburg den Auftrag, „die hofcapel alhie ... zu malen“. Das Bildprogramm war wohl durch den theologischen Berater des Fürsten, den Nürnberger Andreas Osiander, vorgegeben. Die kirchliche Weihe des Gotteshauses folgte dann noch 1543. Später diente es auch den Nachfolgern Ottheinrichs, die das Fürstentum zu einem evangelischen Musterland entwickelten, als Hofkirche.
Keine evangelischen Gottesdienste mehr in der Schlosskapelle! Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm leitete ab 1614 die Gegenreformation ein. Die Folgen für das Gotteshaus Ottheinrichs reichten weit: Übertünchung der protestantischen Fresken und schließlich vollkommene Profanisierung. Um 1830 wurde sogar eine Wohnung für den Schlosstorwart eingebaut.
Im Jahr 1808 hörte Pfalz-Neuburg auf, als eigenständige politische Größe zu bestehen. Wenig später erlosch die Hofhaltung in der Residenzstadt. Andererseits zogen jetzt immer mehr Evangelische zu. 1849 war es dann soweit: Aus der ehemaligen Hofkapelle konnte für sie eine Gemeindekirche werden, vom bayerischen König Max II. Joseph genehmigt. Bis zur Weihe der Christuskirche 1930 wurden hier alle Gottesdienste gefeiert.
Erste Hinweise waren schon 1917 gekommen: Unter den kahlen Wänden der Kirche musste ein Gemäldeschatz verborgen sein! Bis zum Jahr 1951 dauerte die Freilegung. Das Ergebnis brachte der Schlosskapelle die Bezeichnung „Bayerische Sixtina“ ein. Seit 1955 feiern die evangelischen Christinnen und Christen hier wieder regelmäßig Gottesdienste. 1957 erhielt die Kapelle noch den ausgelagerten Originalaltar von Martin Hering zurück. Er wurde neu in Gebrauch genommen mit einer Abendmahlsfeier „in gleicher Weise wie einst zu Martin Luthers und zu Ottheinrichs Zeiten“.

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Ausmalung der Schlosskapelle

Zum ältesten evangelischen Sakralraum wurde die Schlosskapelle, in der bereits 1542 im Sinne der „neuen Lehre“ nur ein einziger Altar aufgestellt worden war, durch die Ausmalung. Hans Bocksberger d. Ä. führte das Werk 1543 im Auftrag Ottheinrichs aus. Das theologische Programm für die Fresken stammt wohl von dem Nürnberger Andreas Osiander. Vielleicht hat auch der erste Hofprediger, Adam Bartholomaei, mitgewirkt.
Wie in einer Predigt wendet sich das „biblisch gemäl“ an die Betrachtenden. Es verweist zunächst auf die Erschaffung des Menschen durch Gott, auf den Sündenfall, auf die Vertreibung aus dem Paradies und auf die Zeit der Israeliten in Ägypten (kleine Rundbilder). Entscheidendes Ereignis im Alten Testament ist dann die Verleihung des Gesetzes durch Gott an Mose (Nische über dem Altar). Doch erst das Evangelium von Jesus Christus eröffnet die Erlösung, besonders durch die beiden von der „neuen Lehre“ anerkannten Sakramente der Heiligen Taufe und des Heiligen Abendmahls. Für sie stehen je zwei große Rundbilder an der Decke und dazu auf Emporenhöhe gleichnishafte Wandbilder mit Motiven aus dem Alten Testament. Die Krönung der „Predigt“ ist die Darstellung Christi mit der Kreuzfahne in der Hand: Auferstehung, Verklärung und Wiederkehr. Damit ist die Gewölbedecke illusionistisch aufgerissen. Der Himmel steht denen, die dieser Bildpredigt folgen, gleichsam offen.

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Gottesdienste und Konzerte in der Schlosskapelle

Die Kapelle befindet sich heute im Eigentum des Bayerischen Staates, dessen „Schlösser- und Seenverwaltung“ in Neuburg eine Dienststelle unterhält. Die kirchliche Nutzung durch die Gemeinde Christuskirche ist ebenso wie das dafür vorgesehene Entgelt vertraglich festgelegt. Der Kirchenraum steht der Gemeinde für Gottesdienste und Konzerte zur Verfügung, und zwar – wie es der grundsätzlichen rechtlichen Regelung bei kirchlich gewidmeten Räumen entspricht – vorrangig vor sonstigen Verwendungen, zum Beispiel Gästeführungen.
An den Samstagen vor dem jeweils ersten und dritten Sonntag im Monat finden von Mai bis Oktober regelmäßig um 19.00 Uhr Gottesdienste der Gemeinde Christuskirche in der Schlosskapelle statt. Dazu kommt jedes Jahr zum Reformationsfest ein gemeinsamer Gottesdienst mit der Nachbargemeinde Apostelkirche, am Heiligen Abend eine Christmette um 22.30 Uhr und alle zwei Jahre am ersten Julisonntag (zweites Schlossfestwochenende) um 9.00 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst nach der Kirchenordnung Ottheinrichs mit Predigt in der Sprache der damaligen Zeit. (Zu Trauungen und Taufen siehe unten einen eigenen Abschnitt!)
Im Sommerhalbjahr bietet die Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule die Reihe „Kleine Konzerte“ in der Schlosskapelle an. Die musikalischen Darbietungen beginnen in der Regel sonntags um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang sind willkommen. (Zu diesen und weiteren Konzerten siehe auch den Kirchenanzeiger!)

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Trauungen und Taufen Auswärtiger in der Schlosskapelle

schlosskapelle torKirchliche Trauungen und Taufen Auswärtiger in der Schlosskapelle sind möglich. Die Kirche verfügt über etwa 110 Sitzplätze. Ein Orgelpositiv mit sechs Registern ist vorhanden. Auch ansonsten ist die Kapelle kirchenüblich ausgestattet.
Wenn Sie hier als Gäste von außerhalb Trauung oder Taufe feiern möchten, sind Sie gebeten, Ihre/n Pfarrer/in mitzubringen – die Genehmigung für die entsprechende Amtshandlung wird selbstverständlich gerne erteilt – und für die musikalische Gestaltung der Feier zu sorgen, ebenso bei kirchlichen Hochzeiten für den Blumenschmuck. Als Nutzungsgebühr bei Trauungen hat der Kirchenvorstand einen Betrag von 150,-- € festgelegt.
Zur vorläufigen Anmeldung füllen Sie bitte eines der folgenden Formulare (Taufe oder Trauung) aus und lassen es dem Pfarramt Christuskirche zukommen. Bei weiteren Fragen nehmen Sie bitte mit dem Pfarramtsbüro Kontakt auf; Sie werden dann mit einem der Christuskirchenpfarrer verbunden.

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Anmeldung zur Taufe
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Anmeldung zur Trauun



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Adresse

Residenzstraße 2
86633 Neuburg/Donau

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Öffnungszeiten

Zugang über den linken Eingangsbereich zum Neuburger Schloss.

April - September: 9 und 18 Uhr
Oktober - März: 10 bis 16 Uhr
Montags geschlossen (außer an Feiertagen)

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Wochenspruch