Christuskirche


Inhaltsverzeichnis

Geschichte
Ausstattung
Gottesdienste
Konzerte
Adresse
Öffnungszeiten

Geschichte der Kirche

christuskirche frontIm Jahr 1918 konnte der evangelische Kirchenbauverein das ehemalige Kuglerbräu an der Theresienstraße zum Preis von 19.500 Mark erwerben. Als Architekten für die gewünschte Kirche empfahl der Landeskirchenrat Geheimrat Dr. German Bestelmeyer, Professor an der Technischen Hochschule in München. Er widmete sich mit Vorliebe dem protestantischen Kirchenbau und galt nach dem Ersten Weltkrieg als der führende Mann in Sachen Baukunst auf bayerischem Gebiet. Seine erste Ideenskizze für die Christuskirche, wie das Gotteshaus nach dem Willen des Kirchenvorstands heißen sollte, entstand 1924.
Im Mai 1927 legte Bestelmeyer sein endgültiges Konzept vor. Die Arbeiten konnten beginnen, zumal eine Stiftung der Familien von Philipp in Höhe von 10.000 Reichsmark den vorhandenen Kapitalstock kräftig verstärkte. (Im Jahr 2009 wurde übrigens „entdeckt“, dass ein lange Zeit ziemlich unbeachtet im Turm der Christuskirche deponiertes Modell des Gotteshauses von German Bestelmeyer selber stammt. Es wird nun im Gemeindezentrum ausgestellt.) Am 24. Juli 1927 fand bereits die feierliche Grundsteinlegung statt. Am 8. Oktober des selben Jahres folgte das Richtfest. Die Erd-, Beton-, Maurer- und Dachdeckerarbeiten wurden dem Baugeschäft Johann Heiß übertragen. Die Firma Johann Gottschall führte das Zimmereiwerk aus. Örtlicher Bauleiter war von Anfang bis Ende der Architekt Wilhelm Poeschel. Die Christuskirche stellte das erste große Projekt dar, das nach dem Krieg in Neuburg in Angriff genommen wurde und deshalb auch mit besonderen Herausforderungen für die beteiligten Personen und Firmen verbunden war.
1928 lähmte Geldknappheit den Baufortgang. Mängel am Turm lösten zudem einen amtlich verfügten Baustopp aus. Doch konnte es bald weitergehen. Innerhalb von vier Tagen wurde der schwierige Turmdachstuhl aufgesetzt. 1929 war ebenfalls ein Jahr beständigen Geldmangels. Immerhin wurden Terrasse und Nebenbauten fertig, ebenso die Decke im Schiff. Auch die Hauptportalrahmung aus Muschelkalk kam an ihren Platz. Am 31. August 1930 war es dann endlich soweit: Oberkirchenrat D. Karl Baum weihte feierlich und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, der Gemeinde und zahlreicher Gäste die Christuskirche, Gemeindepfarrer Andreas Schwindel öffnete dazu das Portal im Namen des Dreieinigen Gottes.
Im Weihejahr 1930 gelang es zudem, die Finanzierung endgültig sicherzustellen, wiederum mit entscheidendem Beistand der Familien von Philipp. Die Endabrechnung nennt eine Bausumme von 251.491 Reichsmark, soweit sie von der Gemeinde zu bezahlen war, also ohne die zahlreichen Stiftungen. 1942 wurde die letzte Abzahlung geleistet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden notwendige Instandsetzungsarbeiten vorgenommen. In den Jahren 1960 und 1980 erfolgten Erneuerungsmaßnahmen, die vor allem technische Verbesserungen brachten und den Kirchenraum heller machen sollten, was insbesondere 1980 mit relativ wenig Geld von Ehrenamtlichen aus der Gemeinde bewerkstelligt wurde. 1996 erhielt die Kirche ein vollständig neues Dach. 2007 konnte die Orgel saniert werden. 2009 müssen verschiedene Arbeiten an den Glocken, am Glockenstuhl und auch am Turm (Schallfenster) durchgeführt werden, da sonst zum Ende des Jahres die Stilllegung der Glocken droht. Im Zusammenhang damit wird eine ursprünglich vorgesehene, aber nie realisierte Taufglocke gegossen und dem bisherigen Geläute hinzugefügt. Für den hier insgesamt notwendigen Aufwand von rund 60.000 € ist die Gemeinde dringend auf Spenden angewiesen.

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Ausstattung der Christuskirche

christuskirche orgelDrei Bronzeglocken im Wert von 11.000 Reichsmark einschließlich des Glockenstuhls stifteten die Familien von Philipp. Die beiden größeren dieser Glocken mussten 1942 für die Kriegswirtschaft abgeliefert werden und kehrten nicht mehr zurück. Sie konnten erst 1958 ersetzt werden, eine davon wiederum durch eine Spende der Familien von Philipp. 2009 kommt eine Taufglocke hinzu (siehe oben unter "Zur Geschichte der Kirche").
Die zweimanualige Steinmeyer-Orgel mit 15 Registern im damaligen Wert von 15.000 Reichsmark wurde ebenfalls von den Familien von Philipp gestiftet. 2007 erfolgte ihre Sanierung, wiederum mit Hilfe der „VON PHILIPP FOUNDATION“.
Mit dem Fresko an der Altarwand ist der aus Ostpreußen stammende Maler Arthur Braunschweig beauftragt worden. Er gehörte der Münchner Sezession an und war als Tier- und Landschaftsmaler hervorgetreten.
Taufstein, Altar und Kanzel sind gefertigt aus Muschelkalkstein und wurden gestiftet, die Kanzel vom Architekten Bestelmeyer. Auch das Altarkreuz und die Sternleuchter sind Stiftungen von Gemeindemitgliedern bzw. Baubeteiligten.
Das große Kanzelkruzifix aus Eichenholz ist eine Arbeit des Bildhauers Harald Anz, der damals bei Professor Wackerle in München studierte. Von Anz stammen außerdem die Steinreliefs Kreuz, Sonne und Mond am Eingang außen neben dem Turm.
Das farbige Glasbild neben der Kanzel mit Darstellungen aus der Schöpfungsgeschichte – ebenfalls eine Stiftung – schuf Professor Schinnerer aus München.
Der Entwurf für die Kreuzigungsgruppe über dem Hauptportal außen geht zurück auf Professor Georg Albertshofer, München.

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Gottesdienste und Konzerte in der Christuskirche

christuskirche altarraumIn der Christuskirche als der „Hauptkirche“ der Gemeinde finden regelmäßig an den Sonntagen wie an den kirchlichen Feiertagen Gottesdienste statt. Sie beginnen seit Ostern 2009 in der Regel um 10.00 Uhr und sind am ersten Sonntag im Monat sowie an den Festtagen verbunden mit der Feier des Heiligen Abendmahls, zu dem hier auch die Kinder zugelassen sind. Das Abendmahl wird abwechselnd mit Wein bzw. Traubensaft dargereicht, für Kinder immer alkoholfrei.
Dazu kommen neben den Kasualien wie Taufen und Trauungen eine Reihe von besonderen Feiern wie etwa Familiengottesdienste aus unterschiedlichen Anlässen, zum Beispiel am Erntedankfest. Großer Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor die Krabbelgottesdienste für die Kleinsten (zwischen zwei und sechs Jahren), etwa am 1. Advent oder im Fasching, jeweils um 11.00 Uhr beginnend.
Der Kindergottesdienst der Gemeinde wird dagegen im Gemeindezentrum gehalten, in der Regel am dritten Sonntag im Monat um 10.00 Uhr. Er ist gedacht für Mädchen und Buben ab dem Schulalter. Sie beginnen mit den Großen im Hauptgottesdienst und gehen dann mit "ihrer" Kerze hinüber ins Gemeindezentrum.
Ansonsten spielt sich das gottesdienstliche Leben in der historischen Schlosskapelle, im Gemeindezentrum, in katholischen Kirchen der „Außenorte“ und in Kapellen wie Andachtsräumen der Heime, des Krankenhauses Neuburg etc. ab.
Konzerte finden vor allem in der Schlosskapelle, gelegentlich aber auch in der Christuskirche statt.
Zu den Gottesdiensten, Konzerten und sonstigen Veranstaltungen beachten Sie bitte den aktuellen Kirchenanzeiger und die Kirchenmusikseite!

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Adresse:

Theresienstraße 187
86633 Neuburg an der Donau

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Öffnungszeiten

April - September: 9 bis 18 Uhr
Oktober - März: 9 bis 19 Uhr
Montags geschlossen

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Wochenspruch